Freitag, 20. April 2012

Windows 8 Server - Speicherpools

Allgemeines

Mit Windows Server 8 wird die Speichervirtualsierung in Windows eingeführt. Diese Funktion erlaubt es, Speicherplatz direkt in Windows effektiv zu nutzen. Mit dieser Funktion werden, zumindest von der Funktionalität her, teure Raidsysteme überflüssig. Natürlich kommt hier die Frage der Performance ins Spiel. Laut Microsoft soll ein richtig eingerichteter Storage Pool die Leistung eines Raid 1 oder 0+1 bringen.
Die Erfahrung wird hier mehr Erkenntnis bringen ;-)


Voraussetzungen für Storage Pool

Am der Windows Server8 Maschine müssen mehrere Festplatten angehängt sein. Dabei kommt es nicht darauf an, ob diese Platte per SAS, SATA, SCSI oder USB angehängt sind.

Begriffserklärung

Storage Space:
Dies ist der verfügbare Speicher auf einem Server. Dazu zählen alle verfügbaren Festplatten, ausser der Systemplatte.

Storage Pool:
Ein Storage Pool ist eine Zusammenfassung mehrerer Festplatten. Sobald die Festplatten einem Storage Pool zugewiesen wurden sind sie im Speichermanager nicht mehr sichtbar.

Virtual Disk:
Eine virtuelle Disk kann auf einem Storage Pool erstellt werden. Bei der Erstellung der Disk kann die Fehlertoleranz angegeben werden. Die virtuelle Disk ist im Speichermanager wieder sichtbar.

Volume:
Auf einer virtuellen Disk können nun wiederum Volumes angelegt werden. Diese sind danach im Windows Explorer sichtbar und können normal beschrieben werden.

Storage Pool einrichten

Per Default wird auf einem Server unter W8 die Rolle „File and Storage Services“ automatisch installiert. Wenn wir nun dem Server mehrere Festplatten angehängt haben, sehen wir diese im Server Manager unter „File and Storage Services“:



Über den Button „Tasks“ kommt man zum Wizzard um einen Storage Pool einzurichten:
















Ausführen des Wizzards



















Einen Namen und eine Beschreibung (optional) eingeben. Im unteren Bereich sieht man, wie viel Speicherplatz dem Server zur Verfügung steht um in einen Storage Pool aufgenommen zu werden. Die Systemplatte oder anderweitig verwendete Laufwerke werden hier nicht angezeigt. Nur was in einen Storage Pool aufgenommen werden kann ist hier ersichtlich:



















Nun kann man die Festplatten auswählen, welche im Storage Pool zusammengefasst werden sollen. Dabei hat man noch die Wahl wie eine Platte eingebunden werden soll. Es gibt 3 Optionen:

Data Store:
Normal zu verwendende Platte auf welche Daten geschrieben werden.
Manual:
Diese Option erlaubt es die Platte als einzelne spezielle Palte zu verwenden, hinzuzufügen durch den Administrator.

Hot Spare:
Diese Option fügt eine Platte als Reserveplatte dem Storage Pool hinzu. Diese Platte wird verwendet, wenn eine der anderen Platten defekt ist.



















 Natürlich bekommen wir auch wieder eine Zusammenfassung:



















 Der neue Storage Pool wurde angelegt:



















 Virtuelle Disk erstellen

Nun können wir eine Virtuelle Disk auf dem Storage Pool erstellen:




































































Fehlertoleranz auswählen:



















Thin Provisioning Ja oder Nein?



















Wenn man im letzten Dialog „Fix“ angegeben hat muss natürlich die Fehlertoleranz die angegeben wurde berücksichtigt werden:



































Volumes erstellen

Nun kann auf der virtuellen Disk ein neues Volume erstellt werden:






























































































































Nun findet ihr das neue Volume im Windows Explorer wie jede andere Festplatte die am System angehängt ist. Nur mit dem Unterschied, dass ihr eure Daten nicht verliert wenn eine Platte aus dem Speicherpool defekt ist.

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