Phishing-Angriffe setzen oft nicht auf gefälschte Domains oder komplexe Technik – sie missbrauchen einfach den Anzeigenamen im Absenderfeld einer E-Mail. Das nennt sich Display Name Spoofing, und es ist erschreckend einfach umzusetzen.
Was ist Display-Name-Spoofing?
Der Anzeigename im Absenderfeld («From») ist frei wählbar – z. B. Hans Muster, CEO. Die eigentliche Absenderadresse (z. B. hans.muster.ceo@betrug-mail.com) stimmt dabei nicht mit der Identität überein. Viele Mailprogramme zeigen standardmässig nur den Anzeigenamen an, die vollständige Adresse bleibt verborgen.
Typische Merkmale:
- Der Anzeigename entspricht einer bekannten Person (z. B. CEO, Finanzleiter, IT-Administrator)
- Die E-Mail-Adresse dahinter gehört nicht zur Organisation
- Ziel ist meist, Empfänger zu Überweisungen, dem Teilen vertraulicher Daten oder dem Öffnen von Schadlinks zu bewegen
Wie erkennt Microsoft solche Angriffe?
Bei reinem Display-Name-Spoofing schlägt SPF/DKIM/DMARC nicht fehl – die Absenderdomain (z. B. @gmail.com) ist technisch legitim authentifiziert. Microsoft Defender for Office 365 setzt deshalb auf eine Kombination aus modernen Erkennungsmethoden: