Es ist die letzte Bastion der Basic Authentication in Exchange Online. Für IMAP, POP, EWS und MAPI hat Microsoft die Passwort-Anmeldung bereits im Oktober 2022 abgeschaltet, nur bei SMTP AUTH durfte sie bisher bleiben. Damit ist bald Schluss: Ende Dezember 2026 deaktiviert Microsoft Basic Auth für SMTP AUTH in bestehenden Tenants standardmässig. Neue Tenants ab Januar 2027 bekommen sie gar nicht mehr, und im zweiten Halbjahr 2027 folgt das endgültige, unwiderrufliche Enddatum. Wer Geräte oder Skripte betreibt, die sich mit Benutzername und Passwort per SMTP an Exchange Online anmelden, sollte jetzt handeln, auch wenn sich die Frist reaktivieren lässt.
Worum es genau geht
SMTP AUTH, auch «authenticated client SMTP submission» genannt, ist das Protokoll, mit dem Anwendungen und Geräte E-Mails zur Verarbeitung an Exchange Online übergeben, typischerweise über TCP-Port 587. Wichtig ist die Unterscheidung: SMTP AUTH unterstützt zwei Anmeldeverfahren, die veraltete Basic Authentication (Benutzername plus Passwort) und die moderne Authentifizierung via OAuth. Abgeschaltet wird nur Basic Auth. SMTP AUTH als solches bleibt bestehen, sofern die anmeldende Anwendung auf OAuth umgestellt ist.
Betroffen ist ausschliesslich Exchange Online. An SMTP-Anmeldungen gegen einen lokalen Exchange Server (auch im Hybrid) ändert sich nichts – sofern die Geräte wirklich gegen den lokalen Server einliefern. Viele Hybrid-Umgebungen senden heute schon direkt gegen «smtp.office365.com», und diese Verbindungen sind sehr wohl betroffen.
Warum Microsoft Basic Auth abschaltet
Basic Authentication sendet Benutzername und Passwort bei jeder Verbindung mit. Das macht sie anfällig für Passwort-Spray- und Replay-Angriffe und verhindert wirksame mehrstufige Authentifizierung.






