Wer Exchange Hybrid betreibt und alle Postfächer längst in Exchange Online hat, kennt das Dilemma: Für die Verwaltung der Exchange-Attribute von synchronisierten Benutzern braucht es weiterhin einen lokalen Exchange Server – den berüchtigten Last Exchange Server (LES). Attribute wie E-Mail-Adressen oder CustomAttributes werden on-prem gepflegt und per Entra Connect in die Cloud synchronisiert. Microsoft bietet nun einen Ausweg: Mit dem Source of Authority (SOA) Transfer wandert die Verwaltungshoheit für Exchange-Attribute in die Cloud – pro Postfach oder gleich für den ganzen Tenant. Schauen wir genauer hin.
Was der SOA-Transfer macht
Der SOA-Transfer trennt die Zuständigkeiten sauber auf: Die Identitätsattribute (Name, UPN, Abteilung, Telefonnummern usw.) bleiben im lokalen Active Directory und werden weiterhin synchronisiert. Die Exchange-Attribute (E-Mail-Adressen, CustomAttributes, HiddenFromAddressListsEnabled, Weiterleitungen usw.) hingegen werden nach dem Transfer direkt in Exchange Online verwaltet – per EXO PowerShell, Exchange Admin Center oder Microsoft 365 Admin Center.
Gesteuert wird das über eine neue Postfach-Eigenschaft: IsExchangeCloudManaged. Steht sie auf true, ignoriert Exchange Online die Exchange-Attribute aus der on-prem-Synchronisation und erlaubt die direkte Bearbeitung in der Cloud.






